Gastbeitrag von Karin Keller, Texterin und Bloggerin, wie du eine einschlägige „Über mich“-Seite schreibst. 

Wenn du ein Unternehmen und eine Website hast, dann kannst du auf etwas nicht verzichten: die «über mich»-Seite.

Diese Seite, auf der du etwas über dich und deine Firma erzählst, sie ist eine der wichtigsten Seiten in deinem Webauftritt. Unabhängig davon, was du tust und anbietest – wenn jemand deine Website besucht, wird er oder sie wissen wollen, wer dahinter steckt.

Die «über mich»-Seite gehört zu den am meisten besuchten Seiten in einem Webauftritt. Grund genug, ihr besondere Aufmerksamkeit zu schenken und sie mit richtig überzeugenden Texten zu bestücken. Wie es dir gelingt, solche Texte zu schreiben, zeige ich dir in diesem Beitrag.


Die «über mich»-Seite: Das ist ihre Funktion

Die «über mich»-Seite hat eine zentrale Aufgabe: Sie soll Vertrauen schaffen. Die Leserinnen und Leser sollen sich aufgehoben fühlen und überzeugt sein, dass du die richtige Ansprechperson für sie bist.Die «über mich»-Seite hat eine zentrale Aufgabe: Sie soll Vertrauen schaffen. Die Leserinnen und Leser sollen sich aufgehoben fühlen und überzeugt sein, dass du die richtige Ansprechperson für sie bist.

Vertrauen schaffst du, indem du …

  • … Persönlichkeit zeigst,
  • … kompetent wirkst
  • … und auf die Bedürfnisse der User eingehst.Damit dir das gelingt, solltest du die folgenden Elemente in deine «über mich»-Seite integrieren.  

Diese Elemente gehören auf eine «über mich»-Seite

Die «über mich»-Seite ist eine merkwürdige Seite. Ihr Name lässt vermuten, dass es auf dieser Seite um dich und dein Unternehmen geht und ich habe oben geschrieben, dass du hier Persönlichkeit und Kompetenz zeigen sollst.In Wahrheit aber geht es auf der «über mich»-Seite nicht um dich, sondern um deine (zukünftigen) Kundinnen und Kunden. Es geht beim Schreiben nicht darum, einen langen Text über dich zu schreiben, sondern darum, einen Text zu schreiben, der die Bedürfnisse deiner Kundinnen und Kunden perfekt mit dir und deinem Angebot verbindet.

Die Einleitung: Pack die User bei ihren Bedürfnissen

Starte mit einem Feuerwerk! Die ersten Sätze deiner «über mich»-Seite haben die Aufgabe, die Leserinnen und Leser zu packen und dafür zu sorgen, dass sie weiterlesen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das zu tun.

  • Starte mit einer Frage, die auf die Bedürfnisse deiner Kundinnen und Kunden eingeht. «Nimmst du dir genügend Zeit für dich selber?» «Hast du deine Buchhaltung im Griff oder sie dich?»
  • Zeige direkt, wie du die Probleme deiner Kundinnen und Kunden löst.«Hallo, ich bin Barbara und helfe dir dabei, wieder mehr Zeit für dich selber zu finden.»«Guten Tag, ich bin Sarah und zeige Ihnen, wie Sie Ihre Buchhaltung in den Griff kriegen.»
  • Starte mit deinen Werten: Zeige, woran du glaubst, wofür du stehst, was dir wichtig ist.
    «Hallo, meine Name ist Stefanie und ich glaube daran, dass jeder seine Träume verwirklichen kann.»
    «Ich bin überzeugt, dass Buchhaltung Spass machen kann und kein lästiges Übel ist.»

Wie du deine ersten Sätze genau formulierst, ist abhängig von deinem Business und deiner Zielgruppe.

Wichtig ist der Gedanke dahinter: Stell sicher, dass die Leserinnen und Leser deiner «über mich»-Seite Lust bekommen, mehr über dich und dein Unternehmen zu erfahren. Das klappt am besten, wenn du sie bei ihren Bedürfnissen abholst.

Überleitung: Zeige Kompetenz und Persönlichkeit

Nun hast du die Aufmerksamkeit deiner Leserinnen und Leser gewonnen. Zeige ihnen jetzt, dass du das Zeug dazu hast, sie professionell zu unterstützen.

Es geht hier nicht darum, dich selber zu beweihräuchern oder deine Weiterbildungen und Erfolge aufzuzählen. Es geht vielmehr darum, das Vertrauen deiner (potentiellen) Kundinnen und Kunden zu gewinnen.

Bleiben wir beim Beispiel der Buchhaltung. Viele Unternehmerinnen und Unternehmer sind damit überfordert oder machen sie einfach nicht gerne. Bei diesem Bedürfnis hast du sie in der Einleitung abgeholt.

Zeige nun in wenigen Sätzen, warum genau du geeignet bist, ihr Problem zu lösen.

  • «Ich bin studierte Betriebswirtin und leidenschaftlicher Zahlenmensch.»
  • «Die Weiterbildung zur Treuhänderin habe ich als Jahrgangsbeste abgeschlossen.»
  • «Über zwanzig Jahre Erfahrung als selbstständige Treuhänderin»

Würze diese «harten Fakten» mit einer Prise Menschlichkeit. Du musst nicht aus deinem Privatleben erzählen, solltest aber etwas ergänzen, das dich als Menschen auszeichnet und spürbar macht.

  • «Ich liebe Zahlen und Statistik, spiele gerne Sudoku und lerne gerade programmieren. Vielleicht bin ich ein kleiner Nerd – Angst vor Menschen habe ich aber keine. Mannschaftssport wie Unihockey und Fussball sind meine liebsten Freizeitbeschäftigungen.»
  • Bei mir muss die Bilanz stimmen. Nicht nur beim Jahresabschluss, sondern auch in der Work-Life-Balance. Mein Ausgleich zur «trockenen» Zahlenwelt ist die Musik: Mein Saxophon und ich spielen in einer Jazzband.»

Deine Geschichte: Gehe nicht zu tief ins Detail

Natürlich darfst und sollst du auf deiner «über mich»-Seite auch deine Geschichte und die deines Unternehmens erzählen. Mach daraus aber keine Autobiographie in Romanlänge, sondern bleibe kurz und knackig. Du kannst dabei die untenstehenden Fragen beantworten. Behalte aber immer deine Leserinnen und Leser im Kopf: Was ist für sie relevant? Was zeigt ihnen, dass sie bei dir am richtigen Ort sind?

  • Was ist dein beruflicher Hintergrund?
  • Welche Aus- und Weiterbildungen hast du gemacht?
  • Was waren wichtige Erfahrungen auf deinem Weg?
  • Warum tust du das, was du tust?• Warum hast du dein Unternehmen gegründet?
  • Seit wann gibt es dein Unternehmen?
  • Wer arbeitet in deinem Unternehmen?

Der Schluss: Vergiss den Call-to-Action nicht

Du hast nun deine Leserinnen und Leser bei ihren Bedürfnissen gepackt. Du hast ihnen gezeigt, wer du bist und was du kannst. Du hast sie davon überzeugt, dass du die oder der richtige bist, um ihr Problem zu lösen. Du hast ihnen deine Geschichte erzählt, bist ihnen sympathisch, hast ihr Vertrauen gewonnen.

Deine «über mich»-Seite ist damit fertig.

Nein!

Deine «über mich»-Seite ist der Ort, an dem du die Chance hast, aus interessierten Leserinnen und Lesern Kundinnen und Kunden zu machen. Stell also sicher, dass sie deine Geschichte nicht einfach lesen und anschliessend von dannen ziehen.

Platziere einen gut sichtbaren Call-to-Action, der auf dein Angebot, deine Kontaktseite etc. verlinkt.

  • «Habe ich dich überzeugt? Dann schreib mir noch heute eine E-Mail.»
  • «Lernen wir uns bald persönlich kennen? Nimm Kontakt auf.»
  • «Besuch auch meine Angebot-Seite, um mehr über meine Dienstleistung zu erfahren.»

Deine «über mich»-Seite: So einzigartig wie du

Ich habe dir nun einige Elemente gezeigt, die auf deiner «über mich»-Seite nicht fehlen sollten. Ich habe dir gezeigt, wie du die Texte für diese Abschnitte formulieren könntest. Ich habe dir gezeigt, welche Aufgaben deine «über mich»-Seite erfüllen muss. Ich fasse das kurz zusammen:

  • Deine «über mich»-Seite schafft Vertrauen.
  • Auf deiner «über mich»-Seite zeigst du Kompetenz und Persönlichkeit.
  • Auf deiner «über mich»-Seite stehen die Bedürfnisse der (zukünftigen) Kundinnen und Kunden im Mittelpunkt.
  • Deine «über mich»-Seite besteht aus einer Einleitung, einer Überleitung, deiner Geschichte und einem Call-to-Action.

Wenn du diesem Schema folgst, dann wird es dir nicht schwerfallen, die Texte für deine «über mich»-Seite zu schreiben.

Aber Achtung: Du kannst deine «über mich»-Seite auch anders gestalten, wenn du das Gefühl hast, dieses Schema passe nicht zu dir und deinem Business. Du bist einzigartig und das soll auch in deinem Webauftritt spürbar sein.

Übrigens: Die Gedanken hinter den Texten für die «über mich»-Seite funktionieren auch bei einer «über uns»-Seite, also dann, wenn du ein Team hast oder ein KMU leitest.

Autorinnen-Bio

Karin Keller ist Texterin und Bloggerin. In ihrer Textagentur abcwerk erstellt sie Texte und Publikationen für KMU, Vereine und gemeinnützige Organisationen. www.abcwerk.ch

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